23.04.2015

Arbeitskraftabsicherung

Da Ihre Arbeitskraftabsicherung sehr wichtig und immer aktuell ist, haben wir dieses Thema hier noch einmal hervorgehoben.

So sieht der Schutz durch die gesetzliche Rentenversicherung aus:

In der gesetzlichen Rentenversicherung wurde im Jahr 2001 die Berufsunfähigkeitsrente für Versicherte ab dem Geburtsjahr 1961 abgeschafft.

Sie wurde durch die sogenannte Erwerbsminderungsrente ersetzt.

Eine Erwerbsminderung tritt nur ein, wenn das Leistungsvermögen  für alle Tätigkeiten  auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf nicht absehbare Zeit weniger als 6 Stunden pro Tag beträgt.

Für das Leistungsvermögen spielen weder Beruf, Ausbildung oder Berufsstellung eine Rolle – es bemisst sich ausschließlich anhand von Zeit.

Eine volle Erwerbsminderungsrente erhalten nur Versicherte mit einem Leistungsvermögen von unter 3 Stunden pro Tag.

Eine halbe Erwerbsminderungsrente erhalten nur Versicherte mit einem Leistungsvermögen zwischen 3 und 6 Stunden pro Tag.

Liegt das Leistungsvermögen bei mindestens 6 Stunden am Tag, erhält der Versicherte keine Rente.

Die volle Erwerbsminderungsrente beträgt ungefähr 34% des aktuellen Bruttoeinkommens.

Die halbe Erwerbsminderungsrente beträgt ungefähr 17% des aktuellen Bruttoeinkommens.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente unterliegt der Besteuerung gemäß Alterseinkünftegesetz.
Bei Renteneintritt im Jahr 2015 müssen also 70% der Rente versteuert werden.

 

Arbeitskraftabsicherung – Eigenheiten und Ratschläge für Erwerbstätige

In Deutschland geht es den Menschen zurzeit relativ gut. In anderen europäischen Staaten, allen voran aktuell Griechenland, aber auch Spanien, Portugal oder Italien, ist die Arbeitslosigkeit hoch und die Not wächst. Doch wenn Menschen durch einen Schicksalsschlag wie etwa einen schweren Unfall ihre Arbeitskraft verlieren, fehlen ihnen auch hierzulande die monatlichen Einnahmen durch ihr Gehalt, sie können keine Aufträge oder sonstigen Dienstleistungen mehr verrichten. Daher sollten sich verantwortungsbewusste Erwerbstätige frühzeitig vor diesem Fall schützen. Wie kann die Berufsunfähigkeit eintreten? Wie kann man sich wirksam dagegen absichern?

Gelegentliche Arbeitsunfähigkeit

Streng genommen ist eine Arbeitsunfähigkeit schon die Grippe, wegen der ein Angestellter nicht ins Büro kommen kann. Seine Arbeitskraft fällt dann für den Betrieb oder die Behörde aus. Unternehmerforen wie das der Buchhaltungsdienstleister von Lexware geben Hinweise, wann die Arbeitnehmer ihren Arbeitgebern gegenüber in solchen Fällen nachweispflichtig sind. In der Regel wird hierbei eine Frist festgelegt, beispielsweise drei Tage, binnen denen ein Attest eines Arztes eingereicht werden muss. Doch eine ständige Berufsunfähigkeit hat häufig triftigere Gründe, hat erhebliche finanzielle Folgen und sollte Gegenstand einer durchdachten Versicherung sein.

Gründe für die ständige Berufsunfähigkeit

Nicht nur schwere Unfälle in Berufen, die im Freien oder auf der Straße stattfinden sind Ursache einer ständigen Berufsunfähigkeit. Dazu zählen beispielsweise schwere Kopfverletzungen durch elektrische Werkzeuge am Bau oder Unfälle mit Lkws durch Übermüdung. Ebenso können in der Freizeit viele Situationen auftreten, die den eingeschlagenen Berufsweg für immer abschneiden. Hobbybergsteiger, die in einer Versicherung, einer Redaktion oder einer Agentur im Büro arbeiten, können durch einen Sturz aus der Höhe beispielsweise querschnittsgelähmt werden und so häufig ihren Beruf nicht mehr ausüben.

Typisch für viele Berufe wie überforderte Lehrkräfte oder Top-Manager ist auch Burn-Out, beziehungsweise Depression. Dazu kommt, dass man erbbedingt an Formen von Krebs oder anderen Krankheiten leiden kann, die das Weiterarbeiten verhindern. Niereninsuffizienz, Hirnstammmigräne, Kreuzbandruptur, Bandscheibenvorfall – die Liste ließe sich problemlos erweitern. Laut einer Analyse des ARD-Mittagsmagazins scheidet einer von vier Arbeitnehmern aus solchen Gründen vorzeitig aus dem Beruf aus – doch nur einer von zehn hat sich auch dagegen versichert.

Was ist zu beachten?

Bei einer Berufsunfähigkeit zahlt die Rentenversicherung mit rund 700 Euro äußerst wenig, was nicht manchmal, sondern sogar in der Regel zum finanziellen Ruin der Betroffenen führt. Daher ist es nötig, sich neben den begrenzten, staatlichen Möglichkeiten privat abzusichern. Da der Garantiezins seit den 1990ern konstant gesunken ist, erhöhen jedoch die Versicherer ihre Prämien. Damit wollen sie die sinkenden Einnahmen ausgleichen. All das sollte für den Erwerbstätigen zur Konsequenz haben, sobald wie möglich eine private Berufsunfähigkeits- oder Arbeitskraftabsicherungsversicherung abzuschließen.

Wer wartet, riskiert in dieser Zeit nicht nur, berufsunfähig zu werden, was, wie geschildert, sowohl im Beruf wie in der Freizeit jederzeit geschehen kann. Die Verträge werden auch teurer, je älter der Klient dabei bereits ist. Zu beachten ist darüber hinaus, dass insbesondere körperlich schwer arbeitende Menschen wie Handwerker höhere Prämien erwarten können.

Außerdem gilt, dass vielfach Menschen wegen Vorerkrankungen abgelehnt werden – und, wer jünger ist, der hat in der Regel weniger Beschwerden als im Alter. Dies erstreckt sich nicht nur auf körperliche, sondern auch auf psychische Vorerkrankungen. Auf der Hut sein müssen Versicherte insbesondere bei erstaunlich günstigen Policen. Diese bergen häufig eine Verweisklausel, die besagt, dass der Versicherte kein Geld bekommt, sondern verpflichtet ist, einen anderen Beruf zu suchen, den er ausüben kann.

Fazit

Insgesamt ist es empfehlenswert, die Beiträge für eine Versicherung realistisch und langfristig in die eigenen laufenden Kosten miteinzukalkulieren. Ansonsten kann der Lebensstandard rapide sinken. Empfehlenswert ist es außerdem, soweit wie möglich alles dafür zu tun, möglichst lange gesund zu bleiben!